Braunschweig liebt seinen Löwen

Braunschweiger Stadtmarketing GmbH Foto: Gerald Grote

Zu recht möchte man sagen, denn er ist eine schöne majestätische Bronzeskulptur, die da auf dem Burgplatz, bzw. im Original gegenüber, im Museum steht. Und vor allem, sie lädt ein zur Identifikation. Der Löwe ist ein emotionaler Knotenpunkt für die Menschen in unserer Stadt. Mit Tränen in den Augen sollen die Menschen im Sommer 1945 auf dem Burgplatz gestanden haben, als IHR Löwe aus dem Harzer Bergwerksstollen zurück kam. Die Rettung des Löwen vor der Zerstörung gab den Menschen Mut über die Zukunft optimistischer nachzudenken.

2016 ist der Braunschweiger Löwe etwa 850 Jahre alt geworden. Er hat zweifellos eine lange Geschichte, und mit dieser soll sich dieser Beitrag befassen.

Originallöwe mit Schokolöwe. Foto: Peter Sierigk

Der Braunschweig-Löwe stand im vergangenen Jahr auch im Fokus, weil er in der Ev. Akademie Abt Jerusalem erstmalig als Schokoladen-Löwe vorgestellt wurde. Dieser etwas schlicht erscheinende Anlass im Vergleich zur Bedeutung des Löwen, hatte es jedoch in sich. Er setzte sich mit der Symbolik des Löwen in damaliger Zeit auseinander. Wenige Zeilen dazu stehen auch auf der Verpackung des Schokoladenlöwen. Diese Zeilen hatten wir diesem Text einer Rezension der Dissertation von Dirk Jäckel entnommen: "Der Herrscher als Löwe". Jäckel, Dirk – "Ursprung und Gebrauch eines politischen Symbols im Früh- und Hochmittelalter".

Damit war klar, "unser Löwe" war auch ein Löwe der Gerechtigkeit und einer "auf mo­ra­li­scher Ebe­ne für Ge­rech­tig­keit und den Schutz der Schwa­chen." Mit Recht konnte der Braunschweiger Löwe somit auch als "Friedenslöwe" bezeichnet werden, was wichtig war für den Schokoladenlöwen, denn der Kakao kommt aus Kolumbien. Aus einem Land, das 52 Jahre Krieg hatte und zufällig bei der Vorstellung des Löwen in der Akademie, den Friedensvertrag mit der Guerilla FARC geschlossen hat. Aktuelle INFO: "FARC-Rebellen geben Waffen ab".

Mit Herrn Dr. Dirk Jäckel habe ich vor einigen Wochen Kontakt aufgenommen. Er arbeitet an der Ruhruniversität in Bochum und stellt sich hier vor. Er sandte mir eine Publikation zum Löwen zu, die ich "Mit freundlicher Genehmigung des Gabriele Schäfer Verlags, Herne" in den Braunschweig-Spiegel einstelle und später in die HP von "URWALDGARTEN GbR, sobald sie freigeschaltet ist. Ich danke Herrn Dr. Jäckel für die Kooperation und für die Zusendung des Textes:

"Der Herrscher als Löwe: Über die Lebensdauer und Veränderung eines Symbols in Altertum und Mittelalter." 25-44 In: BLICKE AUF DAS MITTELALTER: Aspekte von Lebenswelt, Herrschaft, Religion und Rezeption. Festschrift Hanna Vollrath zum zum 65ten Geburtstag.

 

 

 

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