7 + 1 Fragen an: Woody Woodrix

1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!
Woody Woodrix, Erfinder und Hersteller der Woodrix-Wasserschuhe zum Begehen von Flüssigkeiten. Gleichzeitig Sänger, Songwriter, Gitarrenspieler, ein kleiner Perkussionist – und noch viel mehr.

 

2. Warum lohnt es sich, ein Konzert von Dir zu besuchen / die Wasserschuhe (kurz: „WS") von Dir auszuprobieren ?
Meine Eigenkompositionen in deutscher und englischer Sprache aus mehreren Stilrichtungen, haben bisher immer Begeisterung und staunende Blicke bei Zuhörern hervorgerufen. Als relativer Frischling im weiten Musen-Feld erweitere ich stetig mein Repertoire und habe bei Auftritten oft einen neuen Song dabei.

Die „WS" auszuprobieren ist durchaus eine besondere Erfahrung. Natürlich ist auch das bootstypische Gefühl des Gewogen-Werdens sehr schön, doch bringt die stehende Position ein ganz neues Körpergefühl mit etwas übersichtlicherer visueller Perspektive und dem erhebenden Erlebnis, vertrauensvoll auf Wasser stehen zu können. Häufig kommt dabei ein freudiges Urlaubsfeeling auf und eine Art meditatives Verschmelzen mit der natürlichen Umgebung. Selbst die Fische halten die WS wohl für so etwas wie einen großen Verwandten, denn manchmal umschwimmen sie die WS scheinbar neugierig. Wer die WS gerne ausprobieren möchte - einfach per Mail anfragen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

3. Welchen Song möchtest Du hier präsentieren und warum?
Meinen Song WATERSHOES - die Variante meiner Welt-Premiere vom 2. April 2014, auf den schwimmenden WS live & uncut gespielt.

Dies Video bringt Woodrix-Musix & Woodrix-Watershoes einfach grandios zusammen. Ich suche auch ernsthaft interessierte Musiker für ein Wasser-Musik Projekt, um irgendwann zusammen auf WS zu spielen ! Meine Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

4. Was war Dein spannendstes Konzert- und Wasserschuh Erlebnis ?
Das war mein 10. Auftritt - zum ersten Mal auf einer richtig großen Bühne in der Brunsviga. Von Lichtstrahlern geblendet – Gott sei Dank - und das Publikum unsichtbar im Dunkeln sitzend, mit Nervosität wer weiß wie groß. Wenn ich da nach meinem Namen gefragt worden wäre hätte ich schon einen Moment nachdenken müssen. Während ich immer noch aufgeregt spielte und sang, hatte ich zeitweise die sogenannte Beobachter-Position inne und wunderte mich, wer da eigentlich spielt und singt. Das war sehr inspirierend. Auch das Publikum war sehr enthusiastisch und hat mit Applaus nicht gespart. Danach noch in einem Backstage-Bereich zu sein mit Autogramm-Bildern an der Wand von Nina Hagen, Udo Lindenberg, Hans Dieter Hüsch, Dieter Hildebrandt u. v. a. Künstlern und vor einem leckeren Buffet war eine ganz neue und sehr erhebende Erfahrung für mich, weshalb ich dachte: Jetzt musst Du aber richtig üben!

Das bisher schönste WS-Erlebnis war, als ich von Gr. Schwülper auf der Oker bis Neubrück wanderte. Der Fluss mäandert dort und die Strömung trug mich mit den WS – leicht wie ein Blatt - um viele Biegungen, ohne dass ich mich mit dem Paddel vom Ufer hätte fern halten müssen. So konnte ich relativ entspannt den mitgenommen Apfel aus meinem Rucksack holen und essen. Ganz toll war ein Streckenabschnitt mit nur knapp 1m Tiefe, an dem sich eine wohl 5m lange tannenbaumförmige Unterwasserpflanze mit frischem Grün über weißen Sand am Flussgrund in der Strömung wiegte.

 

5. Wo findet man Dich im Internet?
Homepage: www.woodrix-wasserschuhe.de
Youtube: www.youtube.com/user/woodrixwasserschuhe
Facebook: www.facebook.com/woodrix.wasserschuhe

 

6. Welche Unterstützung wünschst Du Dir von der Region Braunschweig?
Dass unsere seit über 10 Jahren vernachlässigte und abgebaute Kultur tatsächlich unterstützt und gefördert wird. Lange genug hat sich heraus kristallisiert, dass ein oder mehrere alternative Kultur-Orte von sehr vielen Menschen erwünscht sind.
Wünschenswert wäre insbesondere auch völlige Kostenfreiheit für die Nutzer, Besucher oder Gäste einer solchen Örtlichkeit, damit möglichst viele Menschen partizipieren können und es nicht an z. B. 5 € Eintrittsgeld oder 20 € Übungsraum-Mietanteil scheitert. Denn was nützt ein Kulturort wenn viele draußen bleiben müssen und nicht teilhaben können ?
Schließlich zahlen wir alle neben unserer Lohnsteuer auch auf jedes Produkt unseren Mehrwert-Steueranteil, damit unser Staats-Haushalt funktioniert – dabei sind auch Kultur-Projekte eingeplant. Wie wäre es aber, wenn die Kultur mal anständig subventioniert würde wie die Wirtschaft ? Ich glaube, das schafft sehr viele Arbeitsplätze, macht die Menschen zufrieden und bringt Harmonien – nicht nur aus der Musik – für uns alle.
Im Sommer ließe sich auch in Braunschweigs großen Parks viel auf die Beine stellen, was einige in den letzten Jahren eigeninitiativ schon versucht haben.
Ein Anfang wäre auch leer stehende Räumlichkeiten des öffentlichen Stadt-Eigentums zu sanieren, um der seit Jahren ansteigenden Übungsraum-Nachfrage gerecht zu werden.
Leider höre ich als Braunschweiger seit Jahren immer wieder - auch von bundesweit Ansässigen, dass unsere Kulturszene kaum nennenswert sei z. B. im Vergleich zu Hannover.
Es wird höchste Zeit, nicht nur mehr Geld für die Kulturszene auszugeben, sondern auch sachkompetenten „Delegierten" der alternativen Projekte ganz offiziell und behördlich deren Leitung zu übertragen, als Garant das dass kulturell Erwünschte auch erfolgreich umgesetzt wird, um Braunschweigs Kulturszene vielfältiger und insbesondere gegenüber Hannover doch „konkurrenzfähiger" zu machen.

 

7. Welche Botschaft hast Du mit Deiner Musik?
Ungefähr so wie der Inhalt des WATERSHOES-Song: Folge dir selbst und deinen Inspirationen - und denen anderer, wenn diese die deinen sein können, dadurch wird viel Harmonie frei! Oder anders gesagt: Lebe Dein Leben, das macht irgendwann glücklich - auch die Mitmenschen, und löst viele Probleme !

 

+ 1: Wie hast Du die WS „autodidaktisch" so gut hinbekommen und hältst das seit 13 Jahren durch?
Am besten lässt sich das wohl in Form einer universellen Weisheit von Carl Einstein sagen: „Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings!" Und irgendwann funktionierte bisher immer fast alles – das motiviert mich natürlich enorm.


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